[ Zurück ]

Nachdem ich im letzten Jahr den 1. Schritt zum SchnupperTria am Rothsee gewagt hatte, wollte ich dann ein neues Ziel im neuen Jahr und in einer neuen Altersklasse haben. Also meldete ich mich zum 2. Triathlon-Festival am Rothsee an und diesmal gleich in der olympischen Disziplin.
Relativ fleißig, wie es so passte – zeitlich und witterungsbedingt – trainierte ich und erreichte auch insbesondere beim Schwimmen schöne Zwischenziele. Dennoch war mein Respekt nicht zu gering, so dass ich noch Ende Mai dachte, ich sei nicht fit genug. Aufmunternde Worte von Robert und weiteren Menschen aus dem Verein gaben mir dann doch das Gefühl, starten zu können.
Arg im Magen lagen mir noch die 1,5 km schwimmen im See – der Seeauftakt beim 1. Trainingstag war noch nicht gut, da war noch die Panik im Freiwasser... Nun ja, ich erinnerte mich dann nach dem Schwimmen auch daran, dass ich ja auch ohne Neo bei Anitas Swim and Run schon mindestens 400 m im See geschwommen bin. Die Panik war dann am 2. Trainingstag gewichen, aber das unwohle Gefühl im See ohne direkte Begleitung blieb... Schade! Daraus ergab sich dann ein betreutes Schwimmen für mich zusammen mit 3 TKN´s am Donnerstag vor dem Tria-We. Das hat ganz gut geklappt, aber ganz weit raus wollte ich trotz „Korso“ nicht. Aber das Gefühl war doch schon wieder besser.
Ja auch das Wetter hat mir auch einige Radkilometer geklaut – mein Glück war die nachhaltige Einladung, am 1. Trainingstag die Challenge-Runde mit zu fahren. Hab ich gemacht, hat gut geklappt und gab ein richtig gutes Gefühl. Am Tag danach ging es dann durch das nördliche und wellige Prinzenland und so langsam kam das gute Gefühl für das Rad und auch die Kraft zurück. Einmal dann noch freitags die ausgeschilderte Tria-Strecke fahren war auch klasse, denn so kannte ich neben dem Schlossberg auch die beiden anderen Hügel und sonstige Gegebenheiten der Strecke. Gelaufen bin ich vorher schon relativ viel für den Hermann, danach fast nur noch kürzer, aber zum Glück auch die Laufstrecke noch an dem Donnerstag – dem Tag des betreuten Schwimmens.
Und dann kam DAS Wochenende – samstags die Startunterlagen abgeholt und danach auf dem Fischereifest in Eckersmühlen noch einen Fisch gefuttert. Sonntags morgens ging es dann nach eigentlich zu wenig Schlaf um 6 Uhr früh raus auf den Weg zum Rothesee. Da war ich ja noch ganz entspannt, 1,5 Stunden später war dann die Aufregung da – vor allem vor dem Schwimmen... Es gab noch viele wirklich liebe und gut gemeinte Tipps und aufmunternde Worte auf dem Weg. Zum Einschwimmen wurden wir auch geschickt. Das war auch gut so – die ersten Meter waren furchtbar und dann war ganz ganz viel ganz gut. Und dann war der Start... ab ging es ins Wasser... Ups, losgeschwommen bin ich, wollte in meinen Rhythmus kommen, kam ich auch, ging gut. Ich war auch nicht allein, Boje für Boje schwamm ich voran – es ging und alles war gut. Ich dachte auch, ich schaffe es – ich bin nicht Brust geschwommen und hab mich in meinem Schlauchboot auch nicht auf dem Rücken ausgeruht. Ich schwamm, bis die Blau-Schwimm-Mützen heran eilten und mich voll erwischt haben. Ups, ganz schön blöd, also hab ich angehalten und dann war da ein „Hi Claudi“ – wie witzig – ja das hat mir Spaß gemacht. Langsam näherte ich mich auch dem Ufer und dann war ich angekommen und alles war gut. Ich war so glücklich, dass ich die Schwimmstrecke geschafft hatte und strahlte glücklich.
Der Start war geglückt, jetzt brauchte ich nur noch radeln und laufen – das kannte ich ja schon. Also rauf aufs Rad und losgekurbelt – nein nicht treten, sondern kurbeln und futtern und trinken und in den Rhytmus kommen. Das hat auch gut geklappt und relativ locker fuhr ich den 2. Wechsel an. Ab in die Laufschuhe und dann zogen sich die Kilometer einzeln und zäh wie altes Kaugummi. Das war erst mal gar nicht lustig, schön waren aber die Begegnungen mit den anderen TKN´s auf der Pendellaufstrecke und vor allem auch die super TKN-Fans. Bisschen bergrunter, bergrauf und durch ein Wäldchen und ab ging es vorbei an Prinz Micha, dem ich noch eine Kusshand zuwerfen konnte, in die 2. Laufrunde, in der ich dann einfach weiter „mein“ Tempo lief. – auch dank des vielen Wassers, dass es auf jeder 5km-Runde gab.
Kurz vor dem Ziel schloss noch Robert auf mich auf und blieb bei mir bis ins Ziel hinein. Das hatte ich dann 3:16:32 erreicht – angepeilt hatte ich 3:30. Beim Schwimmen und Laufen war ich dann doch schneller als erwartet. Klasse war der Tria an sich mit super Helfern an der Strecke und beim Wechseln – sehr schwer empfehlenswert dieses Festival. Das hat mir ja richtig viel Spaß gemacht und Spaß gebracht – was freue ich mich schon heute auf das nächste Jahr...
Richtig klasse! Also die Organisation war toll, ich bin voll mit mir zufrieden und glücklich und möchte es aber nicht versäumen, einigen lieben Menschen, die mich toll unterstützt und begleitet haben, zu danken! R: danke für Deine aufmunternden Worte, für Dein „mich-auf-die-runde-mitnehmen“, für das SchemaR!!! Ric: Für alle Deine guten Tipps und die ebenfalls motivierenden Worte. A: für das Schwimmtraining und die gute „Versorgung“. dieLauffrau für das gemeinsame Laufen und das „Bahnen-teilen“ und auch für die Neo-Ausleihe. Jü und Jo und Ju für das Verständnis beim Schwimmen und die „Betreuung“ unterwegs. E. für die guten Worte und die Laufstreckenbeschreibung. Der „Lahmen“ für die mentale Unterstützung!
Und natürlich dem Prinzen, der mich in der ganzen Zeit mit meinen verrückten Vorstellungen toleriert und auch begleitet hat...
Und ganz vielen weiteren TKN´s für einen wirklich schönen Zusammenhalt – egal ob jung oder alt, schnell oder langsam – das war schon wirklich toll! DANKE! Ach ne, was freu ich mich schon auf die „nächste Saison“ ;-) – das war wirklich fein! Und ich glaub: beim Schwimmen geht auch noch was – das hat mir wirklich Spaß gemacht!
(Claudia Baumüller)